Schlacht- und Zerlegebetriebe

Bessere Lebens- und Arbeitsverhältnisse für Arbeitnehmer in Schlacht- und Zerlegebetrieben zwingend erforderlich!

Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland beschreibt die Unantastbarkeit der Würde des Menschen. 

Was wir zur Zeit über teilweise schlecht organisierte und geldgierige deutsche Schlacht- und Zerlegebetriebe an Arbeits- und Unterbringungsverhältnissen berichtet bekommen, wird diesem Anspruch unserer Gesellschaft nicht gerecht.

Wie kommt es dazu? Konkurrenzdruck zwingt manche Manager  scheinbar, so zu denken. Wo sind da die Aufsichtsräte in den Unternehmen? 

Wachstum war das Schlagwort in Landwirtschaft und angeschlossener Verarbeitung von Tieren. Immer billiger, immer größer…

Ergebnis: Die meisten  schlachtenden Metzgerbetriebe und Bauern in Deutschland mussten durch den riesigen Kostendruck aufgegeben. Das muss ein Stück weit zurück gedreht werden!

Daneben müssen Land und Kommunen regionale Schlachtungen und Verarbeitungen wieder mehr unterstützen  und entwickeln.

In ganz Mecklenburg Vorpommern gibt es zur Zeit keinen mittelständischen Schlachtbetrieb für Schweine. Zu hohe Kosten beim Schlachten haben Betriebe zum Aufgeben gezwungen (insbesondere bei der Beschau der Tiere durch die Veterinäre).

Die Tiere müssen nun über hunderte von Kilometern zum Schlachtort transportiert werden. Das ist völlig inakzeptabel.

Verbraucher und Handel müssen bereit sein, mehr Geld für Fleisch und Fleischerzeugnisse auszugeben. Nur dann sind regionale Strukturen und bessere Verhältnisse zu erreichen. Sowohl für die in den Branchen arbeitenden Menschen als auch für die auf den Höfen lebenden Tiere. Dafür müssen wir alle kämpfen. #Ökolandbau

Heinrich Rülfing
Biobauer
OV Rhede BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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