Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung

Der Lebensmittelverschwendung fallen jährlich mindestens 11 Millionen Tonnen in der BRD zum Opfer:

NRW hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung durch Wertschätzung für Lebensmittel zu verbessern, und zwar von der Erzeugung bis zum Verbrauch. . Eine Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums geht deshalb den Ursachen der Verschwendung nach, ein Runder Tisch von Herstellern, Handel, Verbrauchern und Wissenschaft stößt Maßnahmen an und initiiert Projekte.

 

Nachhaltiger Konsum
Klimawandel, Ressourcenverknappung und Umweltverschmutzung sind aktuelle und zukünftige Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft. Um CO2-Emissionen zu reduzieren und den Umgang mit begrenzten Ressourcen nachhaltig und verantwortungsvoll zu gestalten, müssen  – von der Produktion bis hin zum Endverbraucher – neue Wege entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Verminderung der Lebensmittelverschwendung beschritten werden.
Rund 40% der durchschnittlichen jährlichen pro Kopf CO2-Emissionen entfallen allein auf die Bereiche Ernährung und Konsum. Und nicht selten landen beispielsweise einwandfreie Nahrungsmittel in der Mülltonne, obwohl sie noch genießbar sind. In privaten Haushalten und Gemeinschaftseinrichtungen, zum Beispiel Küchen in Schulen und Altenheimen, liegt demnach ein enormes Klimaschutz-Potenzial. Maßnahmen zur Förderung und Etablierung einer nachhaltigen Lebensweise sowie die Förderung von nachhaltigen Strukturen in Gemeinschaftseinrichtungen sind deshalb ein wichtiger Ansatz, um die Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Die Ernährung, das Wohnumfeld sowie die alltäglichen Verhaltensweisen von Verbraucherinnen und Verbrauchern sind relevante Bereiche für maßgebliche Schritte in Richtung Energie- und Ressourceneffizienz. So können Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrem individuellen Konsumverhalten erheblichen Einfluss auf das Angebot nachhaltiger und fair gehandelter Produkte und Dienstleistungen nehmen und auf diese Weise mit ihren alltäglichen Konsumentscheidungen nicht nur zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen, sondern auch zu weniger Lebensmittelverschwendung und mehr sozialer Gerechtigkeit.
Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Voraussetzungen für klimafreundliche Konsumentscheidungen zu schaffen und zu verbessern. Durch gezielte Informations-, Beratungs- und Bildungsmaßnahmen soll die Kompetenz von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie von Trägern von Gemeinschaftseinrichtungen gestärkt, ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil unterstützt und die Fähigkeit zur Orientierung am Markt gefördert werden. Durch den Ausbau einer nachhaltigen Ernährungs- und Verbraucherbildung an Schulen sollen schon Kinder und Jugendliche für die Thematik sensibilisiert werden. Damit soll ein positives Bewusstsein für nachhaltige Lebensstile geschaffen und ein klimafreundliches Konsumverhalten breitflächig in der Gesellschaft verankert werden.

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